Baubegleitung: Einsatz des Elektrikers bei einem Neubau

Was macht denn eigentlich der Elektriker bei einem Neubau eines Hauses? Am Ende sieht man ja „nur“ die Steckdosen und Lampen im Hausinneren.

Aber da steckt viel mehr drin – das möchten wir euch anhand einer Baubegleitung eines Einfamilienhauses zeigen…

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Los geht’s noch bevor überhaupt auch nur eine Hausmauer steht… für die Bauarbeiten muss Baustrom bereitgestellt werden. Also wird der Baustromkasten aufgestellt und angeschlossen. Die nötigen Anträge dazu werden natürlich auch erstellt.

 

 

 

Wenn die Baugrube ausgehoben und der Baugrund vorbereitet ist, stehen die Vorbereitungen für die Bodenplatte an. Darin muss vom Elektriker ein Fundamenterder eingelegt werden. Damit wird sichergestellt, dass im gesamten Gebäude das gleiche Potential vorherrscht. Dieses Bandeisen wird also in die Bodenplatte eingelegt und mit dem Baustahl verbunden. Zusätzlich dazu werden Verbindungen für den äußeren Fundamenterder gelegt und eine Anschlussfahne für die Potentialausgleichschiene

 

 

 

Im Vorfeld wurde eine ausführliche Elektroplanung angefertigt, die jede Steckdose, jeden Lichtschalter und Lichtauslass berücksichtigt. Damit dann auch jede Leitung zur vorgesehenen Stelle führt, werden entsprechend Leerrohren in der Kellerdecke verlegt. Dafür haben wir auf Basis der mit dem Bauherren abgestimmten Elektroplanung einen speziellen Leerrohrplan erstellt, der die Leitungen passgenau an die richtigen Stellen im Haus bringt.

Dadurch werden in der Rohbauphase horizontale Schlitze und Leerrohre auf dem Rohboden vermieden. Das freut den Statiker und verringert den Bodenaufbau.

 

 

 

Wenn der Keller steht wird der äußere Fundamenterder um die Bodenplatte herum verlegt und mit dem inneren Fundamenterder verbunden. So wird die Verbindung zum Erdreich hergestellt und das elektrische Schutzsystem gegen elektrische Schläge im Haus kann wirken.

 

 

 

Bei jeder Geschossdecke werden natürlich erneut die entsprechenden Leerrohre eingelegt, die für die jeweiligen Räume benötigt werden.  Auch hier dient der detaillierte Leerrohrplan als Basis. Im besten Fall geschieht dies zusammen mit Leitungen, die für andere Bereiche benötigt werden, wie beispielsweise Lüftung und Sanitär.

 

 

 

Wenn die Decken gegossen und die Außenmauern, bzw. tragenden Wände hochgezogen wurden, werden auch die Zwischenmauern gesetzt. Hier zeigt sich, wie genau beim Leerrohr einlegen gearbeitet wurde. Die Leerrohre stecken dann nämlich genau in der Ziegelwand und werden nur noch auf die entsprechende Höhe eingelegt. So ist alles sauber verlegt und die Lehrrohre auf dem Rohboden halten sich in Grenzen.